Die Follower selbst ansehen
Öffne die Followerliste eines Profils und scroll durch. Gekaufte Konten erkennst du an einer Mischung aus Merkmalen: kein Profilbild oder ein Bild, das aussieht wie aus einem Katalog, keine oder nur ein paar Beiträge, ein Name aus Buchstaben und Ziffern, eine Beschreibung, die nichts sagt. Sie folgen selbst hunderten oder tausenden Konten und haben kaum eigene Follower. Ein einzelnes solches Konto beweist nichts, jeder hat ein paar davon. Wenn es aber jedes dritte ist, wurde gekauft.
Achte auch auf die Herkunft. Ein Frankfurter Café, dessen Follower fast alle aus Ländern kommen, in denen es keinen Kaffee verkauft, hat sie nicht durch seinen Cappuccino gewonnen.
Das Verhältnis von Followern zu Reaktionen
Rechne nicht mit festen Prozentwerten, jede Nische ist anders. Vergleiche stattdessen: Wie viele Reaktionen bekommt ein Beitrag im Verhältnis zur Followerzahl, und wie sieht das bei ähnlichen Profilen aus? Wenn ein Profil sehr viele Follower hat, aber unter jedem Beitrag nur die gleichen wenigen Namen auftauchen, stimmt etwas nicht. Gekaufte Konten sehen sich nichts an, und Instagram bewertet genau das: Ein Beitrag, den die eigenen Follower ignorieren, wird auch anderen nicht mehr gezeigt.
Der Verlauf
Echte Follower kommen nach und nach, mit Ausschlägen, wenn ein Beitrag gut lief oder jemand Bekanntes dich erwähnt hat. Gekaufte Follower kommen in einem Sprung, oft nachts, ohne dass davor irgendetwas passiert ist. Und sie gehen genauso: Instagram bereinigt regelmäßig Netze aus Fake-Konten, dann fällt die Zahl über Nacht wieder. Wer den Verlauf eines Profils über Wochen ansieht, erkennt die Treppe.
Die Kommentare
Gekaufte Kommentare passen nicht zum Beitrag. „Tolles Bild“ unter einem reinen Text, „Wow“ unter einer Traueranzeige, drei Herzen unter allem. Sie kommen kurz nach der Veröffentlichung, im Abstand von Sekunden, von Konten, die sonst nie kommentieren. Echte Kommentare sind langsam, ungleichmäßig und beziehen sich auf den Inhalt.
Warum das schadet
Erstens Reichweite: Instagram zeigt Beiträge zuerst einem Teil der Follower und entscheidet an deren Reaktion, ob mehr Menschen ihn sehen. Gekaufte Follower reagieren nicht, also sieht auch dein echtes Publikum weniger. Zweitens Vertrauen: Kundschaft, Partner und Agenturen prüfen Followerlisten, weil sie diesen Text auch gelesen haben. Drittens das Konto: Der Kauf verstößt gegen die Regeln von Instagram, und Konten, die wiederholt auffallen, verlieren Funktionen oder werden geschlossen.
Ein kleines, echtes Publikum bringt Beiträge weiter als ein großes, stummes.
Was du stattdessen tun kannst
Gekaufte Follower lassen sich nicht sinnvoll entfernen, das manuelle Blockieren tausender Konten ist Arbeit ohne Ende. Besser ist, ab jetzt nur noch echte Menschen zu erreichen, damit das Verhältnis sich mit der Zeit verbessert. Das geht mit gutem Content, mit Zusammenarbeit in deiner Nische und mit täglicher Arbeit an der Zielgruppe: die Beiträge und Storys der Menschen ansehen, die dich interessieren könnten, damit sie dich entdecken. Genau diese Arbeit machen wir bei mcfy von Hand, weil sie sich nicht abkürzen lässt, ohne wieder bei Punkt eins zu landen.

